Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Arbeitshäuser
Durch die "Poor Relief (Ireland) Act 1838"
… wurde es für die Poor Law Unions (Verwaltungsbezirke) Pflicht, Arbeitshäuser zu errichten.
In diesen wurden um die 100.000 Arme untergebracht, versorgt und (gewissermaßen im Ausgleich) zur Arbeit gezwungen.
Die Verhältnisse in den “workhouses” waren dabei nicht wesentlich von denen in den Gefängnissen zu unterscheiden – Familien wurden getrennt, Nahrung wurde in Menge und Qualität auf Minimalstandard gehalten und die angebotenen Arbeiten waren monoton.
Später erst wurde eine medizinische Versorgung eingerichtet und ein eingeschränktes Bildungsprogramm aus der Taufe gehoben.
Die letzten Arbeitshäuser im Irischen Freistaat schlossen 1921, in Nordirland dagegen erst 1946.
Heutige Besucher Irlands verwechseln restaurierte oder verfallene Arbeitshäuser gerne mit Landsitzen – ein gutes Beispiel findet sich an der N3 östlich von Dunshaughlin.
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