Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Biologie Irlands
Die "Bepflanzung" Irlands
… hat sich im Laufe der Zeit erheblich geändert. Nach der Eiszeit war Irland von Wald überzogen. Jetzt sind davon nur noch Reste übrig.
In diesen Wäldern lebten Elche einer ausgestorbenen Art, deren riesige Geweihe in den Mooren gefunden und jetzt in einigen irischen Schlössern (z.B. Bunratty Castle, Adare Manor) zu bewundern sind.
Der ursprüngliche Baumbestand besteht aus Eiche, Stechpalme, Birke, Esche und Haselnussstrauch. Heute wird oft mit Norwegischer Fichte aufgeforstet, die allerdings schlecht gedeiht.
Darüber hinaus findet man auch tropische und subtropische Gewächse, die ursprünglich aus den Parks und Gärten der Herrensitze stammen. Inzwischen sind sie auf der ganzen Insel verwildert, hauptsächlich allerdings im Südwesten.
In Moorgründen und auf steinigen Böden wachsen Moose, Flechten, Heidekraut und gelber wilder Ginster. Letzterer ist in manchen Gegenden eine Plage, weshalb er dort abgebrannt wird (nicht unbedingt sinnvoll, aber effektiv). Mit seinen Blüten kann man aber gut Wolle, Stoffe und Ostereier färben.
Zum Farmland bleibt eigentlich nur zu sagen, dass es weitgehend Weideland ist. Ackerbau ist immer weiter im Rückgang begriffen.
Zum Thema Tierwelt muss man als erstes auf die reiche Vogelwelt eingehen: Die Weißdornhecken sind Nistplätze für Singvögel. In den Moorgründen leben Brachvogel, Bekassine, und Lerche. Austernfischer wandern von der Küste ins Landesinnere, wenn genügend Wasser vorhanden ist.
Die Felsen vor der Atlantikküste sind Nistplätze für Möwen und Lummen, evtl. für Papageitaucher (“puffin”), Kormorane, Baßtölpel. Seevögel wie Sturmschwalben und Eissturmvögel sind dagegen selten.
Das Wasser in Flüssen, Bächen und Seen ist oft moorbraun, aber trotzdem sauber und sehr fischreich. Bevorzugte Anglerbeute sind Hecht, Lachs, Meer- und Bachforelle, aber auch Regenbogenforellen sind neuerdings heimisch.
An der Küste Irlands leben diverse Robbenarten. Neben Robben sind auch verschiedene Haifisch-, Wal- und Delfinarten in irischen Gewässern zumindest zeitweise heimisch.
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