Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Burren

Der Burren

… ist ein karges Kalksteinplateau im Nordwesten der Grafschaft Clare, das sich geologisch über die Cliffs of Moher bis auf die Aran-Inseln fortsetzt.

Von Cromwells Landvermesser wurde es als raues Land bezeichnet, in dem es “kein Wasser, um einen Mann zu ertränken, keinen Baum, um ihn aufzuknüpfen und nicht genug Erde, um ihn zu begraben” gäbe.

Der Name entlehnt sich dem irischen “boireann”, was treffenderweise “felsiges Land” bedeutet.

So kahl die Region auch aussieht, so ist sie jedoch nicht ganz unbelebt. Im Frühjahr und Sommer wachsen und blühen dort zahlreiche Pflanzen, die einzigartig in Irland sind, wie Enzian, Silberwurz, Blutstorchschnabel oder Bärentraube. Alle Pflanzen stehen unter Naturschutz und dürfen auf keinen Fall gepflückt werden.

Durchzogen ist der Burren von einem weiten Höhlensystem, das von unterirdischen Flüssen ausgewaschen wurde. Die einzige für den Tourismus erschlossene Höhle ist die Aillwee Cave.

Unterirdische Wasserquellen sorgen auch für das Auftauchen der „turloughs“ – Seen, die im Sommer austrocknen und sich im Winter mit Wasser füllen.

Prähistorische Relikte findet man ebenfalls zu Hauf im Burren. Über sechzig Megalithgräber und etwa 450 Ringforts, von denen die meisten allerdings kaum noch als solche erkennbar sind.

Am besten erhalten sind das Cahermore Steinfort nahe der Aillwee Cave, das Gleninsheen Megalithgrab und – als berühmtestes Fotomotiv – der Poulnabrone Dolmen.

Kilfenora bietet mit dem Burren Centre Informationen über Geologie, Fauna, Flora und Geschichte.

Der Strand von Fanore gehört zu den schönsten Stränden von Clare, ist allerdings auch von einem großen Caravan-Park gesäumt, und Ballyvaughan ist mit Restaurants, Läden und diversen Unterkünften das touristische Zentrum des Burren.



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