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Connemara Pony

Das Connemara Pony

Wer an Irland, der sieht sicherlich grüne Wiesen vor sich, spürt das milde Klima und denkt nicht zuletzt an die Pferde, die es hier so zahlreich gibt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Ponys, um die Connemara-Ponys.

Dies sind die irischen Reitponys, deren Heimat die Landschaft Connemara in Irland ist. Connemara befindet sich im Westen von Irland, genau im äußersten Zipfel der Insel.

Die Landschaft ist feucht und eher karg. Von einer dichten Besiedlung kann hier auf keinen Fall gesprochen werden. Doch schon seit vielen Jahrhunderten leben die Ponys hier. Sie leben halbwild und sind vor allem in den torfigen Sümpfen und an den Geröllhängen zu finden. Ein Connemara Pony ist sehr genügsam und zuverlässig. Dies sind auch die Gründe, warum die Connemara Ponys so geschätzt werden.

Ein Connemara Pony wird zwischen 1,38 und 1,53 m hoch. Hier wird das Stockmaß angesetzt. Meist treten die Ponys als Schimmel auf, als Grauschimmel oder Falben. Doch es sind auch andere Fellfarben zu finden, so zum Beispiel Braune und Rappen. Füchse jedoch gibt es kaum, diese Farbe gilt bei den Connemara Ponys als untypisch. Auch Schecken gibt es in der Regel nicht, doch sie sind auch schon vorgekommen. Die so genannten Blue Eyed Creams sind nicht erwünscht und werden auch nicht zur Zucht zugelassen.

Das Connemara Pony ist eher kräftig und besitzt eine gute Proportionierung. Man sagt auch, dass die Connemara Ponys von den Proportionen her wirken würden, als würde man ein Großpferd betrachten, was bei den Ponys nicht gerade üblich ist. Sie verfügen meist über keine so perfekten Proportionen.

Das Connemara Pony hat einen mittelgroßen Kopf, man spricht auch von einem trockenen Kopf, das heißt, er verfügt über sehr klare Konturen. Die Ohren sind mittelgroß und die Augen groß. Die Schultern sind schräg und lang, der Widerrist ist gut ausgeformt und die Sattellage sehr gut. Das bewirkt, dass sich das Connemara Pony schon allein aufgrund seines Körperbaus hervorragend zum Reiten eignet. Die Beine sind ebenfalls klar und trocken, die Hufe hart und sehr belastbar. Es gibt Connemara Ponys, die benötigen nicht einmal Hufeisen.

Der Schritt des Connemara Ponys ist gut und taktrein, der Trab schwungvoll und energisch. Der Galopp ist sehr raumgreifend.

Connemara Ponys gelten als sehr wendig und zuverlässig, daher können sie auch so vielseitig eingesetzt werden. Sie werden zum Springreiten und für das Gelände genutzt, als Dressur- und Kutschpferde werden sie aber ebenso eingesetzt. Sogar für Therapiezwecke werden sie aufgrund ihres Charakters genutzt.

Connemara Ponys sind in ihrem Erscheinungsbild nicht mehr so eindeutig, wie sie einmal waren. Der Grund dafür ist, dass inzwischen viele andere Pferderassen eingekreuzt wurden. So der Araber, die Welsh Ponys, das Englische Vollblut oder der Berber. Es gibt daher heute drei Typen von Connemara Ponys: den Eastern Typ, der eher zierlich ist, den Irish-Draught-Typ, der größer und kräftiger ist, und den Clifden-Typ, der am ehesten noch den früheren Ponys entspricht.

Am berühmtesten dürfte unter den Connemara Ponys Stroller sein, ein Hunter Pony. Er besaß zumindest zur Hälfte Connemara Blut in sich und errang bei den Olympischen Spielen 1968 die Silbermedaille im Einzelspringen. Dabei war er aber nur 1,55 m Stockmaß groß. Im nächsten Jahr gewann Stroller dann sogar das Hamburg Spring-Derby, welches als das schwerste Springen der Welt zu der Zeit galt. Er erreichte null Fehlerpunkte. Stroller starb im Jahr 1986 im Alter von 36 Jahren.

Es ist keine Seltenheit, dass ein Connemara Ponys 25 Jahre oder älter werden kann.


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