Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Diaspora

Sammelbezeichnung für „Iren“ im Ausland.

Die irische Diaspora wird seit Präsident Mary Robinsons wegweisender Parlamentsrede “Cherishing the Diaspora” (Februar 1995) in eine Reihe mit den anderen großen, weltweit vertretenen Exilgemeinden der Juden, der Afrikaner, der Armenier und Palästinenser gesehen.

In den letzten dreihundert Jahren sind etwa zehn Millionen Männer und Frauen aus Irland ausgewandert oder deportiert worden und haben sich in fast jeder Ecke der Welt niedergelassen.

Die Grüne Insel meist aus religiösen, politischen oder meistens schlicht ökonomischen Gründen verlassend, haben diese Iren den Bibelspruch “Seid fruchtbar und mehret Euch!” beherzigt: Heute gibt es etwa 70.000.000 Menschen auf der Welt, die sich auf irische Vorfahren berufen.

In den USA alleine behaupten etwa 17,5% der Gesamtbevölkerung, ethnisch “Irisch” zu sein. Wen wundert es, dass fast jeder US-Präsident irgendwann seine “irish roots” entdeckt und babyküssend kurz vor dem Wahlkampf das Auld country besucht?

Starke irische Immigrantengruppen gibt es daneben in Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland, Südafrika, Indien und Südamerika.

Dabei wurden viele inner-irische Konflikte mit in die neue Heimat getragen. Im 19. Jahrhundert gab es sowohl in Liverpool als auch in New York mehrfach Auseinandersetzungen zwischen Orangemen und “Republikanern”.



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