Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Fauna Irlands

Die irische Tierwelt

… ist weitaus artenärmer, als die auf dem Kontinent oder in Großbritannien – viele früher heimische Tierarten sind ausgestorben, etwa Bären und Wölfe.

Andere Tiere schafften es nicht auf die Insel, bevor die Landbrücken nach Großbritannien und zum Kontinent abbrachen. So gab es in Irland wahrscheinlich nie Schlangen und auch der Maulwurf konnte sich nie hier breitmachen.

Insgesamt heimisch sind in Irland nur etwa dreißig Arten von Landsäugetieren, davon fast ein Viertel sind allein Fledermausarten.

Andere, heute als heimisch geltende Tiere, sind Importe: Kaninchen etwa brachten die Normannen als Nahrungsmittel auf die Insel, Nerze flüchteten aus Pelzfarmen.

Die unter Pferdefreunden bekannten Irish Tinker oder Irish Cob, das Connemara Pony, Irish Draught oder Irish Hunter sind lediglich in der Neuzeit klassifizierte Zuchtrassen, die sich unter verschiedensten Einflüssen entwickeln konnten.

Vogelfreunde allerdings kommen auf der Insel voll auf ihre Kosten: Etwa zweihundert heimische Vogelarten können in Irland beobachtet werden. Dazu gesellen sich saisonal noch einmal fast genauso viele Zugvögel.

Besonders an den Klippen der zerklüfteten irischen Küste und auf den (fast oder völlig unbewohnten) Inseln finden sich große Brutkolonien. An Wasservögeln reich sind auch die Seen und Marschen im Landesinneren.

Die aufregendsten Tiere kann der Irlandbesucher allerdings am oder auf dem Meer beobachten. Zahlreiche Wal- und Delphinarten zwar in Irland nicht ständig beheimatet, aber oft auf der Durchreise zu sehen.

Fungie, der fast handzahme Delphin von Dingle, zählt allerdings nicht mehr zu den „normalen“ Meeresbewohnern. Auch Robben finden sich in Irland in großer Zahl, in vielen Küstengewässern kann man sie bei der Jagd beobachten.

Eine irische Tierart, mit dem Touristen den Kontakt eher vermeiden möchten, sind die „midges“ – ein Sammelbegriff für alle Arten von Mücken (und nicht zu verwechseln mit „midgets“, also kleinwüchsigen Menschen). Sie sind in Feuchtgebieten und am Meer vor allem am Abend eine echte Plage, hinterlassen teilweise stark juckende Bisswunden und lassen sich nicht unbedingt mit den gängigen Abwehrmitteln fernhalten.



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