Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Geldgeschichte Irlands

Das erste bekannte irische Geld

… stammt aus Wikingerhand und etwa dem Jahre 995, zu diesem Zeitpunkt nämlich liess König Sitric III. “Seidenbart” in Dublin eigene Münzen schlagen.

Es gab nur eine Sorte – silberne Pfennige nach angelsächsischem Vorbild.

In den nächsten Jahren setzte der erste Geldverfall ein, denn die Pfennige wurden immer dünner, leichter und dementsprechend weniger silberhaltig.

Die Anglo-Normannen ergänzten das “System” um Halbpfennige und Farthings (Viertelpfennige), um 1205 schaffte König John ein eigenes Münzsystem mit den drei schon gebräuchlichen Werten (Halbpfennig, Pfennig, Farthing) ein, das dann für die nächsten Jahrhunderte halten musste.

Nachdem im 13. Jahrhundert die Herstellung von Münzen einschlief, führte König Edward IV. 1461 wieder die Münzproduktion ein.

In Cork, Drogheda, Dublin, Galway, Limerick und Trim entstanden Münzstätten.

Das System wurde durch Groats (4 Pfennige) und Halfgroats ergänzt, statt Silber nahm man für die kleinen Münzen jetzt Kupfer.

Unter Heinrich VIII. zierte erstmals die Harfe irische Münzen, ebenso wurde das Datum der Prägung ergänzt.

Nach der Regierungszeit James I. und VI. fiel Silber als Münzmaterial komplett weg.

Während der Rebellion von 1641 und auch während der Williamite Wars prägte man Münzen wie man lustig war – aus Silber, Gold, Kupfer oder dem Metall nicht mehr benötigter Kanonen … was das 18. Jahrhundert beendete, denn nur noch kupferne Halbpfennige und Farthings kamen in Umlauf.

1826 stellte man die eigene irische Münzproduktion ein und verwendete nur noch britisches Hartgeld.

Einhundert Jahre später entschied sich der Irische Freistaat, eigene Münzen einzuführen – die Kommission dazu wurde von W.B. Yeats geleitet.

Diese Münzen behielten bis zur Einführung des irischen Euro am 1. Januar 2002 ihre volle Gültigkeit, auch wenn durch Währungsreformen (unter anderem Einführung des Dezimalsystems) verschiedene Werte verschwanden oder neu auftauchten.

Papiergeld wurde zunächst durch die britische Währung eingeführt, auch der Freistaat Irland (und später die Republik) griff auf Scheine für Werte über ein Pfund (bis 1990 auch für das Pfund selbst!) zurück.

In Nordirland werden Geldscheine nach wie vor durch die Banken selbst herausgegeben, so existieren Noten der Ulsterbank, der Bank of Ireland oder der Northern Bank.

Daneben ist auch englisches Papiergeld (Bank of England) und das schottische Äquivalent (mehrere Ausgaben) im Umlauf.

Eigenes Münzgeld existiert in Nordirland nicht, einige britische Münzen haben jedoch (nord-)irische Anklänge im Design.



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