Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Geographie Irlands

Irland liegt zwischen 51“30' und 55“30' nördlicher Breite und zwischen 5“30' und 10“30' westlicher Länge, westlich von Großbritannien.

Dublin, vom Breitengrad her in der Mitte Irlands, liegt auf einer Höhe mit Hamburg und Bremen.

Bei der Größe Irlands streiten sich die Geister. Eine Quelle spricht von 83.500 Quadratkilometern, eine andere teilt sie auf in 14.120 Quadratkilometern Nordirland und 70.283 Quadratkilometern Republik Irland, insgesamt also 84.403 Quadratkilometern.

In etwa entspricht dies der Fläche von Bayern. Trotz dieser relativ geringen Größe vereint Irland die unterschiedlichsten Landschaftstypen in sich:

Im Inselinneren sind viele Kalksteinebenen mit Mooren, zahllose Seen unterschiedlicher Größe und einzelne niedrige Hügelketten. Das Fluss- und Seengebiet überzieht ca. 1/5 des Landes.

Am bedeutendsten sind bei den Flüssen der Shannon und der Erne. Der Shannon fließt hauptsächlich in der Republik, der Erne hauptsächlich in Nordirland.

Das größte einzelne Binnengewässer ist der Lough Neagh in Nordirland.

In Küstennähe sind dann die höheren Gebirgsmassive unterschiedlicher geologischer Struktur zu finden. Die höchste Erhebung ist der Carrantoohill in den Macgillycuddy's Reeks (County Kerry) mit 1.041m.

Welche geologischen Strukturen es gibt?

Im Süden finden wir hauptsächlich roten Sandstein.

In Connemara, Mayo und Donegal, also im Nordwesten, ist Granit vorherrschend, der teilweise von Quarz überlagert wird. Landschaftstypisch sind hier einzelne, kahle Erhebungen, die meist übergangslos aus der Ebene aufragen. Der Ben Bulben bei Sligo ist hierfür ein schönes Beispiel.

Der Nordosten (Nordirland) ist größtenteils ein Basaltplateau. Als Beispiel kann man hier den Giant's Causeway nennen.

In den Wicklow Mountains und im Südosten Irlands ist wieder Granit vorherrschend. All dies findet man oft auf der Welt, wenn auch nicht so geballt. Doch eine absolute Besonderheit ist der Burren (County Clare) im Westen der Insel. Der Burren ist nämlich ein sogenanntes Karstgebiet.

Eine weitere Besonderheit sind die “Drumlins”. Das sind rundgeformte niedrige Hügel zwischen Sligo und Belfast, die in „Streifen“ dicht aufeinander folgen. Sie sind Ablagerungen von zwei Eiszeiten, die über Irland hinweg walzten und deren Spuren noch heute in glattgeschliffenen Felsen, dunklen Bergseen, im Verlauf mancher Täler und in zahlreichen Ablagerungen von Moränen zu finden sind.

Irland hat insgesamt 3.170 km Strand verschiedenster Art: Steine, Kies und Sand – und alles natürlicher Strand, der keiner künstlichen Pflege bedarf. Viele Iren fahren sogar mit ihrem Auto auf den Strand. In Deutschland mittlerweile auf verständlichen Umweltschutzgründen undenkbar.

Neben der Hauptinsel gibt es noch diverse kleinere Inseln wie Achill, die Aran Islands, Tory, die Skellig Islands und und und …

Wie jede Insel sind auch die irischen natürlich von Wasser umgeben. Während im Osten jenseits der Irischen See Großbritannien liegt, ist der nächste Nachbar im Westen jenseits des Atlantiks – Amerika.



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