Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Jacobites

Allgemeiner Begriff für die Anhänger

… des 1689 zu Gunsten Williams III. abgesetzten britischen Königs James II. (James entspricht dem lateinischen Jacobus, deutsch Jakob). James II. war zum Katholizismus konvertiert und hatte bevorzugt Katholiken gefördert – was ihm die Kronen Englands, Schottlands und Irlands kostete und gleichzeitig unter den katholischen Iren enorm populär machte. Noch 1689 landete James II., um gemeinsam mit spanischen Truppen die Krone zurückzuerobern.

Ihm zur Seite standen (nicht nur katholische) Jacobites aus allen drei Königreichen. Die irischen Jacobites verloren jedoch schnell ihren Enthusiasmus für James II. – zum einen gab er ihren politischen Forderungen nicht nach (… so moderat wie unter anderem Katholizismus als Staatsreligion und eine Rückgängigmachung der Kolonialisierung Irlands), zum anderen war James II. nicht gerade ein begnadeter Feldherr.

So hangelte man sich von Niederlage zu Niederlage, wobei die Schlacht am Boyne 1690 endgültig das Fass zum Überlaufen brachte, als der “König” schlichtweg die Beine in die Hand nahm.

Gemäßigte Jacobites wie Talbot versuchten noch eine Einigung mit William III. zu erreichen, während vor allem Sarsfield mit weiteren Kampfhandlungen “bessere Bedingungen” herausschlagen wollte.

Mit dem Vertrag von Limerick endeten 1691 die kriegerischen Auseinandersetzungen der Williamite Wars und die Bewegung der Jacobites in Irland verschwand als politischer Faktor.



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