Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Joyce, James Augustine Aloysius

1882 in Rathgar geboren

… in mittelständischen Verhältnissen aufgewachsen, katholisch erzogen, kehrte James Joyce seiner Heimatstadt 1904 den Rücken und kam (mit Ausnahme eines Kurzurlaubs 1912) nie wieder nach Dublin.

Der intellektuelle und politische Stillstand der Stadt am Liffey hatte ihn zu sehr desillusioniert.

Dennoch gelangen ihm mit der Kurzgeschichtensammlung “Dubliners” (1914) und dem “Ulysses” (1922) zwei der bekanntesten Bücher über die irische Metropole.

Sein “Finnegans Wake” (1939) war ein bewusster Versuch, Literatur neu zu gestalten.

Kaum ein Irlandfan hat Joyces Bücher tatsächlich gelesen und nur die abgebrühtesten Anglisten wagen sich an “Finnegans Wake”.

Joyce dürfte weltweit zu den bekanntesten, aber auch am wenigsten tatsächlich gelesenen Schriftstellern des XX. Jahrhunderts gehören.

Politisch ist er zudem den meisten Iren zumindest suspekt gewesen, denn er sympathisierte zwar mit einigen Ideen der Sinn Fein, sah sich aber als Sozialist und Pazifist und lehnte den populären Nationalismus als überholt ab.

Joyce verstarb 1941 in der Schweiz, wo er auch begraben liegt.



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