Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Kabinenkreuzer in Irland

Kapitän auf dem eigenem Boot

- der Traum ungezählter Landratten muss in Irland kein Traum bleiben, sondern kann zumindest einige Wochen Urlaubswirklichkeit werden, auf Flüssen, Seen und Kanälen. Sie sind meist relativ sauber und man kann zum Baden hinein springen. Wenn einem die Wassertemperaturen nichts ausmachen.

Die Hausboote in Irland fahren teilweise durch unberührte Landschaft, teilweise durch „gezähmte Natur“, etwa mit gelichteten Uferböschungen und gepflegten Parkanlagen.

In den sogenannten „Marinas“ am Shannon, Erne und den Kanälen stehen mehrere Hundert Kabinenkreuzer verschiedenster Bauart zur Miete bereit. Die weitaus meisten von diesen haben einen pflegeleichten (aber nicht unzerstörbaren) Kunststoffrumpf und Dieselmotoren mittlerer Leistung. Es sind keine Zerstörer und keine Rennboote, sondern ein (wenn auch beengtes) Ferienhaus mit Rumpf.

Ein Bootsführerschein ist in Irland nicht erforderlich. Die Mindestbesatzung sollte aus praktischen Gründen zwei Personen umfassen, das Mindestalter des Bootsführers ist 21 Jahre. Die Handhabung der Boote ist einfach, für die meisten Erstbenutzer aber ungewohnt – die Frage nach der Bremse sollte man nicht erst in einer Notsituation stellen.

Bei der Übernahme des erfolgt immer eine Einweisung durch den Vermieter, diese ist allerdings meist in Englisch. Bei Unklarheiten zum Hausboot sollte man Fragen sofort stellen.

Die Ausrüstung der Hausboote richtet sich nach ihrer Größe – zwei bis acht Betten (teilweise Klapp- oder Notbetten) mit Schaumstoffmatratzen sind gängig. In der Küche findet man meist einen Gasherd und Backofen, einen Kühlschrank, eine Basisausstattung an Küchengerät sowie Geschirr und Besteck für die der Anzahl der Betten entsprechende Personenzahl. Alle Bett-, Tisch- und Küchenwäsche findet man ebenfalls an Bord.

Fließendes Wasser ist vorhanden, in vielen Booten auch heiß aus dem Hahn. Toiletten haben in der Regel Wasserspülung, zum Teil haben die Boote Duschen, nie aber Badewannen. Schränke, Kommoden und anderer Stauraum sind je nach Bootstyp und Größe unterschiedlich ausgelegt.

Die Stromversorgung erfolgt eigentlich immer über zwei 12 Volt-Batterien, wobei eine Batterie für den Motorstart reserviert ist und die andere in der Hauptsache den Strom für alle Bordsysteme und (auch über 220-Volt-Inverter) mitgebrachte Verbraucher liefert. Bei geringer Fahrtleistung und hohem Stromverbrauch kann es zu Engpässen kommen – die Batterien werden nur bei Motorbetrieb geladen.

Propangasflaschen übernehmen die Brennstoffversorgung für den Herd und reichen für den normalen Urlaub meist aus. Wenn nicht, kann man sie unterwegs gegen volle Flaschen umtauschen.

Den Frischwassertank des Bootes sollte man möglichst bei jeder Gelegenheit komplett nachfüllen, denn der tatsächliche Verbrauch ist schwer abzuschätzen.

Treibstoff sollte man rechtzeitig aufnehmen, um ein peinliches (und eventuell teures) „Liegenbleiben“ zu vermeiden.

Lebensmittel sind grundsätzlich nicht an Bord, man kann aber bei fast allen Vermietern mit einer Liste vorbestellen oder vor der Abfahrt in (oder nahe) der Marina einkaufen. Selbstbedienungsgeschäfte gibt es in jedem größeren Ort, kleinerer Bedarf kann auch in vielen Häfen direkt (aber meist zu recht hohen Preisen) gedeckt werden.

Fahrräder, die zusätzlich gemietet und mit an Bord genommen werden können, helfen bei Touren und beim Einkaufen enorm, können jedoch bei Komplettausstattung etwas an Bord stören.



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