Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Mangan, James Clarence
Dichter
… 1803 in Dublin als Sohn eines Kaufmanns geboren und zunächst als Büroangestellter tätig. Mit 24 Jahren entschloss er sich, als freiberuflicher Autor sein Glück zu versuchen – er schrieb für diverse Zeitschriften und steuerte relativ häufig aus dem Deutschen übertragene Gedichte bei.
Erst während seiner Arbeit für die Ordnance Survey (1833 bis 1839) entdeckte er die irische Lyrik.
Zahlreiche Veröffentlichungen folgten, zum Teil (bewusste und gewollte) Imitationen, zum Teil originäre Werke, die sogar noch James Joyce beeindrucken konnten.
Sein bekanntestes Gedicht, “Róisín Dubh”, gilt fast schon als prototypisch, seine Mischung von Hingabe, Aufgabe, Nationalismus und Liebe spricht die tiefsten Gefühle sowohl der Romantik als auch der 1848er-Generation an.
Zunehmender Alkoholismus und ein wenig geregelter Lebensstil ließen Mangan zu einem idealen Opfer für die Cholera werden, die ihn 1849 dann auch dahinraffte.
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