Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Neunjähriger Krieg (1594-1603)
Englands Versuch, Irland zu unterwerfen
… begann mit englischen Niederlagen wie 1594 an der “Ford of the Biscuits”. Die irischen Befehlshaber Hugh O'Neill und Red Hugh O'Donnell sorgten mit Guerillataktiken für weitere Erfolge bei Clontibret (1595) und den Curlew Mountains (1599). In der Battle of the Yellow Ford (1598) wurde eine englische Armee so gut wie vernichtet.
Um die Jahrhundertwende schien Irland unbesiegbar, die Engländer konnten jedoch wichtige strategische Punkte halten, denn den Iren fehlte Material und vor allem jegliches praktische Wissen zum Thema “Belagerung und Erstürmung”.
Dies sollte sich mit der Landung erfahrener spanischer Truppen in Kinsale (1601) dramatisch ändern. O'Neill marschierte mitten im Winter von Ulster nach Kinsale, wo die Spanier mittlerweile von den Engländern eingeschlossen waren.
Seine erschöpften Truppen konnten sich nicht mit den Spaniern vereinigen und wurden von englischer Kavallerie angegriffen und mit horrenden Verlusten in die Flucht geschlagen – in der offenen Feldschlacht siegte die Erfahrung der Engländer über den Enthusiasmus der Iren!
In den folgenden sechzehn Monaten führte O'Neill nur noch Rückzugsgefechte, seine Sturköpfigkeit beantworteten die Engländer mit Repressalien gegen die Zivilbevölkerung.
Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen entschloss sich Königin Elisabeth I., den Krieg nicht weiter fortzusetzen. Im Vertrag von Mellifont schloss man Frieden – zu erstaunlich guten Konditionen für O'Neill (siehe auch Flight of the Earls).
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