Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Rebellion von 1641

Eines der mehr skurrilen Kapitel

… der irischen Geschichte, da hier die Fronten nicht so klar waren wie in vielen anderen Fällen. Gemeinsam zur Rebellion kamen nämlich die “Old English” (alteingesessene anglo-normannische Familien mit katholischem Hintergrund) und die Iren, der gemeinsame Feind waren die protestantischen “New English”.

Weniger als koordinierte Rebellion denn als Pogrom beginnend, nahmen die Auseinandersetzungen in Ulster ihren Anfang. Dort wurden ohne Vorwarnung etwa dreißig Prozent der protestantischen Bevölkerung schlichtweg massakriert.

Die unheilige Allianz der traditionellen Rivalen gegen den gemeinsamen Feind war lange Zeit erfolgreich, 1646 besiegte Owen Roe O'Neill an der Spitze eines 5000 Mann starken “katholischen” Heeres die etwa 6000 “Protestanten” unter Robert Munro. In diesem Moment hätte O'Neill Irland “säubern” können, verzettelte sich jedoch und ließ die einmalige Gelegenheit verstreichen. Gleichzeitig begannen die merkwürdigen Bettgenossen aus dem anglo-normannischen und irischen Lager mit internen Streitigkeiten.

Für Oliver Cromwell war es danach dann relativ einfach, seine Politik in Irland durchzusetzen. Mit Feuer und Schwert, dann die Massaker von Drogheda und Wexford gingen in die Geschichte ein.

Vor dem europäischen Hintergrund waren die Auseinandersetzungen letztlich denen im Dreißigjährigen Krieg sehr ähnlich – blutig, absolut verheerend und nicht an irgendwelche Logik gebunden.



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