Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Rebellion von 1798

Die erste echte republikanische Rebellion in Irland

… inspiriert unter anderem durch die vorausgegangenen Ereignisse in Nordamerika und Frankreich. Vor allem organisiert durch die 1791 gegründeten und 1794 verbotenen United Irishmen, die die Ideale der Französischen Revolution einmal mehr (nach dem missglückten Versuch der Rebellion von 1796) nach Irland tragen wollten.

Angeführt von Lord Edward Fitzgerald brach die Rebellion am 23. Mai los – als Fitzgerald und andere Verschwörer bereits inhaftiert waren und den Aufständischen somit die Führung fehlte.

Militärische Einheiten bildeten sich am 23. Mai nur in Meath, Kildare und Wicklow, drei Tage später auch in Wexford und am 7. Juni in Antrim und Down.

Dank mangelnder Koordination der Rebellen konnten die königstreuen Truppen sie in Einzelgefechten (Gibbet Rath, Ballynahinch und Vinegar Hill) schlagen, am 21. Juni war der Aufstand effektiv beendet.

Gewissermassen post factum landete am 22. August in Killala, County Mayo, ein französisches Expeditionsheer unter General Humbert. Diese “Unterstützungsarmee” (mangels zu unterstützender Insurgenten jetzt eher eine “Invasionsarmee”) erzielte einige Achtungserfolge, vor allem bei Castlebar, wurde jedoch Anfang September bei Ballinmuck vernichtend geschlagen.

Wolfe Tone, spiritueller Führer von 1798, versuchte gar erst am 12. Oktober nach Irland zu kommen, wurde auf seinem französischen Schiff im Lough Swilly verhaftet und starb im Gefängnis an einer selbst verursachten Verletzung.

Die weitgehend unkoordinierten militärischen Aktionen der Aufständischen, die miserable Planung der französischen Intervention und die unkontrollierten Exzesse der Rebellen wurden in späteren Jahren durch eine Mythologisierung des Aufstandes übertüncht. Zum Weiterlesen: Thomas Pakenham, “The Year of Liberty”



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