Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Rundtürme in Irland

Eine der im wahrsten Sinne des Wortes

… herausragenden Erscheinungen irischer Architektur sind die mittelalterlichen Rundtürme.

Sie sind integrierter Bestandteil vieler kirchlicher Anlagen und im Gegensatz zu den (späteren)
Festungstürmen wesentlich höher denn breit (“Pencil Shape”). Ihnen gemeinsam sind eine sich leicht nach oben verjüngende, in Draufsicht kreisrunde Bauweise mit wenigen, kleinen Fensteröffnungen und meist nur über Leitern erreichbaren Türen.

Beeindruckende Beispiele kann man schon bei ersten Schritten in Irland sehen – etwa in Glendalough, in Kells oder (sogar von der M1 aus zu sehen) in Monasterboice.

Sinn und Zweck der Rundtürme ist nicht ganz geklärt – wahrscheinlich dienten sie vor allem der geschützten Aufbewahrung von Kirchenschätzen, daneben als Zufluchtsort bei Überfällen, als Wegweiser und schlicht als Glockenturm.

In letzterer Rolle sind manche Rundtürme auch heute noch “aktiv”, zum Teil in spätere Architektur integriert. Neben den klassischen, echten Rundtürmen gibt es eine kleine Anzahl von “Fakes”, einer der bekanntesten steht im Dubliner Glasnevin Cemetery auf dem Grab von Daniel O‘Connell.



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