Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Travellers in Irland

Das oft von Touristen mit "Zigeunerwagen"

… romantisierte “fahrende Volk” wird in Irland Travellers (Reisende) genannt und hat mit den Sinti und Roma wenig gemein.

Travellers leben zwar auch auf/an der Straße, verdienen ihren Lebensunterhalt mit Handel (oft Pferde) oder Handlesen, sind aber öfter auch nicht sesshafte Handwerker.

Ethnisch und kulturell unterscheiden sie sich von Sinti und Roma (sie sind definitiv Iren!), in ihrer Akzeptanz in der breiten Bevölkerung jedoch nicht.

Traveller haben neben Problemen der Diskriminierung mit einer geringen Lebenserwartung, einer hohen Kindersterblichkeit, niedrigem “akademischen” Bildungsniveau und dem langsamen Verlust ihrer althergebrachten sozialen und wirtschaftlichen Strukturen zu kämpfen. Sie selbst bezeichnen sich als „Pavee“, nicht-Traveller dagegen als „settled people“ (Niedergelassene).

Die irische Regierung versucht seit Jahrzehnten, die Traveller sesshaft zu machen und bietet dazu auch Programme und Unterstützung an, zum Teil werden für niederlassungswillige Traveller eigene Siedlungen errichtet. Diese befinden sich allerdings oft auf Land, das sonst nicht zur Wohnbebauung geeignet wäre (z.B. mitten in Industriegebieten) und begünstigen weniger die Integration als die Ghettoisierung.



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