Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Uillean Pipes
Die "irische" Variante des Dudelsacks
… die nicht geblasen, sondern über einen Blasebalg mit Luft versorgt wird.
Im 18. Jahrhundert aus dem “normalen” Dudelsack entwickelt und zunächst als “Irish Union” bekannt, sind die Uillean Pipes zwar leiser als viele ihrer Verwandten, aber das wahrscheinlich komplexeste Instrument dieser Gattung.
Der normale Spieler (sprich rechtshändige Musiker) sitzt aufrecht auf einem Stuhl, hat den Luftsack unter seinem linken Arm, den damit verbundenen Blasebalg unter dem rechten Arm, die eigentliche Pfeife auf dem rechten Knie und die “drones” und “regulators” (für Laien: die anderen, pfeifenähnlichen Teile eines Dudelsacks) quer über die Beine gelegt. In teilweise gewagter Kombination von Arm- und Fingerbewegungen werden dann Töne, mach langem Üben sogar Melodien aus dem Instrument gelockt.
Das Wort “uillean” steht dabei schlicht für die Ellbogen, die das Pumpwerk tun, während den Fingern die Melodieführung überlassen wird.
Der charakteristische Klang der Uilleann Pipes lässt sie gut vom “schottischen” Dudelsack unterscheiden, der Verwendung in Folk, Rock und Pop scheinen keine Grenzen gesetzt – von den Fureys bis zu Ronan Keating (“You sing it best, when you sing nothing at all”).
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