Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z
Unterseeboote
Die deutscheste aller Waffen (zumindest in vielen Köpfen)
… ist ein irisches Produkt.
John Phillip Holland (1841-1914) gilt als Erfinder der ersten einsatzfähigen Unterseeboote.
Im County Clare geboren, war Holland zunächst Lehrer bei den Christian Brothers, ging aber 1873 nach Amerika.
Unter anderem von Exil-Iren finanziert, arbeitete er dreißig Jahre lang an seiner Erfindung eines tauchfähigen Kriegsschiffes.
Ein frühes Modell, die “Fenian Ram”, sollte gegen britische Kriegsschiffe eingesetzt werden, wurde dann aber nur als Propagandainstrument genutzt. Mit einem “Tauchenden Torpedoboot” lieferte er das erste praktikable Unterseeboot ab, das Schiff wurde 1900 von der Marine der USA gekauft und erhielt den Namen des Erfinders.
Die Erfindung wurde dann von der deutschen Marine im Mai 1915 mit tödlicher Präzision nahe des Old Head of Kinsale (Cork) eingesetzt. Die Versenkung des Cunard-Liners “Lusitania” durch U20 kostete 1.198 Menschen das Leben. 501 Menschen verloren ihr Leben, als im Oktober 1918 U123 das Postboot “Leinster” bei Kish Lighthouse versenkte. 1916 setzte U19 Roger Casement am Banna Strand ab.
Im Zweiten Weltkrieg landeten deutsche Spione per U-Boot in Irland. Ein Versuch, zwei IRA-Führer per U-Boot in das “old country” zurück zu schmuggeln wurde jedoch aufgegeben.
Die winzige Irische Marine besitzt keine Unterseeboote, versenkte deutsche Exemplare stehen jedoch als Tauchziele zur Verfügung.
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