Das große Irlandlexikon | Irland von A-Z

Vegetarisch in Irland

Eigentlich muss man sich doch fragen

… warum eigentlich das Leben eines Vegetariers in Irland anders sein sollte – dennoch hier einige Tipps für Ernährungsbewusste abseits des “food mainstream”.

Grundsätzlich ist es in Irland nicht schwieriger als daheim, sich vegetarisch zu ernähren. Manchmal sogar einfacher, denn viele abgepackte Waren wie Suppen haben Hinweise darauf, ob sie für Vegetarier geeignet sind.

Dies bezieht sich meist auf die Abwesenheit von Fleisch, so dass ein Blick auf die Inhaltsliste für strengere Vegetarier unabdingbar sein kann. Für die “ich esse kein Fleisch”- Fraktion solle jedoch der Hinweis “suitable for vegetarians” ausreichend sein.

Spezielle Zutaten und Gerichte für Vegetarier findet der Selbstversorger in jedem größeren Supermarkt in Irland, etwa Tesco, Dunnes Stores, SuperValu – meist praktisch arrangiert als eigene Rubrik. Dazu gehören Fertiggerichte wie etwa von Linda McCartney, Sojaprodukte und ähnliches. Ein noch besseres (aber oft auch etwas teureres) Angebot stellen Öko – und Gesundheitsläden bereit, besonders reich bestückt sind die Geschäfte der Kette “Nature's Way” beziehungsweise “Holland & Barrett”.

Nächtigt man im Bed and Breakfast in Irland, muss man nicht unbedingt hungern – ein freundlicher Hinweis reicht meistens aus, um ein leckeres Frühstück zu bekommen. Nur kommen Sie bitte der Wirtin nicht mit Geschwafel wie “ich bin Vegetarier nach den Lehren von Swami Goreng und Professor Antacidis” – sagen Sie doch bitte einfach (freundlich und ohne missionarischen Eifer) “ich esse kein Fleisch und keine Eier”, dann klappt das auch mit dem Veggie-Frühstück.

In vielen Restaurants in Irland werden Sie Hinweise finden, welche Gerichte für Vegetarier geeignet (entspricht wieder meist “fleischlos”) sind. Wem Pizza Margarita, “garlic mushrooms” und Gemüsesuppe allerdings langsam zum Hals heraushängen, dem sei der Gang in den nächsten asiatischen Imbiss empfohlen – die zahlreichen chinesischen und indischen Gastronomen bieten traditionell eine gute Auswahl an fleischloser Kost.

Sehr empfehlenswert in Dublin sind auch die drei Restaurants „Govinda’s“, die nach den Lehren der ISKCON (Hare Krishna) „Karma-freies Essen“ in sehr guter Qualität bieten.

Wer sich nicht unbedingt vegetarisch, aber gesundheitsbewusst ernähren möchte oder muss, ist mit der “Öko-Ecke” in den meisten Supermärkten sehr gut bedient. Hier findet man Vollkornpasta, glutenfreies Brot, zuckerfreie Leckereien, Sojamilch. Das Zauberwort hier ist “organic”, ebenso an der Fleischtheke. Auch die Stores von “Nature's Way” und “H&B” sind hier wieder empfehlenswert.

Eine Warnung jedoch – Korn zum selber mahlen und Vollkornmehl das beim Kauen noch knistert sind in Irland nahezu unbekannt.

Ebenfalls eher selten zu finden sind speziell als “Diabetiker-geeignet” vermarktete Produkte – stattdessen ist der Zuckergehalt auf nahezu allen verpackten Produkten angegeben.

Sich Halal zu ernähren, ist in Irland kaum ein Problem – in den meisten Ballungsgebieten sind vor allem pakistanische “ethnic foodstores” oder “delicatessen” zu finden. Diese haben oft ein ähnliches Angebot wie die türkischen Lebensmittelläden in Deutschland und sind für Liebhaber von Knoblauchwurst, Oliven und Kirschsaft ein wahrer Ort der Inbrunst! “Ethnic restaurants” mit “arabischer” oder vorderasiatischer Küche kommen langsam ebenso vom Boden, sind aber noch wesentlich seltener als “Inder” und “Chinesen”.

Eigentlich nur auf der Selbstversorgerschiene möglich ist Koscher – was in den USA und auch oft in England kein Problem ist, scheitert in Irland schlicht am Bedarfsmangel. “Gefilte Fish” sucht man lange und vergeblich auf irischen Speisekarten.



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